Da meine Schwester und meine Cousine bereits nach 4 Tagen genug von den öffentlichen Verkehrsmitteln in Sri Lanka hatten, organisierte ich für den letzten Teil der Kulturreise einen Fahrer mit Van. Priyantha holte uns am Freitagmorgen vom Apartment ab und los ging die fahrt Richtung Pinnawala zum Elefanten Weisenhaus. Dort werden verletzte oder verwaiste Elefanten aufgenommen, und mittlerweile werden dort auch Elefanten gezüchtet. Das Projekt hat Für- und Widersprecher, und ist in Sri Lanka ein vieldiskutiertes Thema, weshalb ich mich so unwissend gar nicht erst einmischen will. Ich persönlich fand es ganz nett die Elefanten baden zu sehen und denke es ist nicht schlecht, dass sich jemand um die Tiere kümmert, könnte es aber auch verstehen, bzw. würde es unterstützen wenn es weniger auf Touristen abzielen würde. Gleiches gilt für die zahlreichen Möglichkeiten auf Elefanten zu reiten. Wir haben es gemacht, es war interessant, aber ich weiß noch immer nicht so richtig ob es dem Elefanten nicht mehr geholfen hätte nicht auf ihm zu reiten, als das Geld das wir dafür bezahlt haben.
Wie auch immer. Weiter ging es in unserem privaten Reisebus Richtung Kandy. Dort konnten wir sogar in demselben Guest House unterkommen, in dem ich schon bei meinem letzten Besuch gewohnt habe. Leider war die eigentliche Besitzerin nicht zu hause, weshalb es für uns leider kein traditionelles Sri Lankan Abendessen gab. Es ließ uns aber die Möglichkeit am Abend den Tooth Tempel zu besuchen und das "Nachtleben" von Kandy kennen zu lernen. Besonders letzteres war auf nüchternen Magen nicht die allerbeste Idee, aber wie heißt es so schön, 7 Gin sind auch ne Mahlzeit... ;-) Manchmal muss das eben sein, denn der Tag und der Abend und auch der halbe nächste Tag wurden nämlich von zwei Worten geprägt: "fully booked". Die zweite Woche ihres Sri Lanka Urlaubs sollte ja ganz unter dem Motto "Sonne, Strand und Meer" stehen und eine Erholung von der Kulturwoche sein. Einziger Haken an der Sache. Die meisten der guten und noch erschwinglichen Hotels waren leider bereits ausgebucht. Besonders in Unawatuna und Hikkaduwa sah es sehr sehr schlecht aus. Nirgendwo schien es mehr ein Zimmer für Julia und Lena zu geben, trotz größter Bemühungen unseres Fahrers und meinem Versuch alle bisher geknüpften Kontakte zu nutzen. Es sah fast so aus, als könnten die Zwei ihre entspannte Woche Strandurlaub abhaken. Am Ende hatten die zwei dann aber doch noch Glück und wir konnten ein Zimmer in einem Hotel in Bentota buchen. Das Hotel war dann auch zum Glück in Ordnung und die zwei hatten noch eine schöne letzte Woche in Sri Lanka mit Baby Schildkröten und Ayurveda Massagen. Bevor sie allerdings den Strand und das Meer genießen konnten, hieß es erst noch 5200 Stufen Adam’s Peak hinauf. Wer meinen Blog regelmäßig gelesen hat wird sich vielleicht daran erinnern, wie mein erster Besuch war: anstrengend aber doch die Mühe wert. Diesmal war es leider ganz anders. Die Adam’s Peak Saison war im vollen Gange und mit uns beschlossen auch noch 100.000 Sri Lankans auf den Berg zu steigen. Die ersten drei Stunden waren okay, aber dann standen wir auf den letzten Metern im Stau bis zum Gipfel. Oben war dann auch die Hölle los und wir haben leider nicht viel vom Sonnenaufgang gesehen, was sehr bedauerlich war. Aber es war ein Abenteuer und eine Erfahrung, eben Sri Lanka pur.
Die letzten Tage in Bentota waren dann aber sehr entspannend und erholsam, was die zwei sich auch redlich verdient hatten.
Fotoalbum: Julia und Lena
Mittwoch, 30. März 2011
Old Stone
Ich hatte Besuch! Yeah! Nachdem wir schon so vielen Leute eine Unterkunft oder zumindest einen Platz zum ausruhen geboten hatten, die zwar alle sehr nett waren, die ich aber erst hier kennen lernte, waren nun zwei Menschen in Sri Lanka, die ich schon einen Großteil meines Lebens kenne. Meine Schwester und meine Cousine haben den Weg von Deutschland hier her auf sich genommen um mich zu besuchen. Eigentlich wollte ich die zwei schon am Flughafen in Empfang nehmen, aber da sie super schnell aus dem Flugzeug draußen waren und ihr Gepäck hatten, saß ich noch nicht mal im Taxi als sie mich anriefen und sagten sie wären da. Von meinem Apartment zum Flughafen sind es ca. 45 Minuten also hab ich den beiden gesagt sie müssen warten bis ich da bin oder ihre erste Taxifahrt alleine bewältigen. Sie entschieden sich für letzteres und waren dann auch nur 2 1/2 Stunden später bei mir zu Hause. Keine Ahnung, wo sie eigentlich lang gefahren sind. Ich weiß nur, dass sie sich mit einem deutschen Pärchen das Taxi geteilt haben und zwischen durch mal verkehrt in eine Einbahnstraße gefahren sind. Ihre Ankunft in Sri Lanka war also dem entsprechend aufregend. Den Sonntag habe ich ihnen noch zum akklimatisieren gelassen, bzw. wir haben eine kurze Tour durch die nähere Umgebung gemacht, damit die zwei Colombo auch mal im Hellen sehen und nicht bloß von einer dunklen Taxifahrt. Am Montag ging es dann aber mit reisen los. Die zwei sollen ja auch was von Sri Lanka sehen und nicht bloß am Strand rum hängen. Also hatte ich die erste Woche für Kultur und Sri Lanka pur verplant. Die zweite Woche durften sie dann an den Strand. Los ging es mit einer Zugfahrt nach Anuradhapura. Zugfahren ist noch eine der angenehmeren Arten sich in Sri Lanka fort zu bewegen, deshalb hielt ich das für einen guten einstieg. Und Eigentlich lässt sich die Strecke auch "recht schnell" bewältigen, der Lonely Planet sagt 4 bis 5 Stunden. Bei uns hat es dann leider doch etwas länger gedauert. Wir fuhren nämlich leider nicht im Intercity sondern haben einen Bummelzug erwischt, der ständig und immer angehalten hat, außer wenn vor ihm einer auf den Gleisen stand. Wir haben es nämlich leider geschafft jemanden zu überrollen, was ebenfalls zu unserer Verspätung beigetragen hat und ein ziemlicher Schreck für uns alle war. Besonders wie man mit dem sterbenden Mann umgegangen ist. Ich sag nur soviel, einen Plan was zu tun ist hatte eigentlich keiner und nun will ich noch viel viel weniger, dass irgendjemanden den ich kenne hier in Sri Lanka etwas passiert. Nein, danke!
Na ja, wir sind dann gegen 3 Uhr in Anuradhapura angekommen und nun hieß es Zimmer suchen. Da ich ja schon etwas Erfahrung damit hab, habe ich auch erstmal alle die uns schon ein Zimmer andrehen wollten, noch bevor wir richtig aus dem Zug ausgestiegen waren, links liegen lassen und wir sind zum nächst besten Tuktuk Stand. Denen muss man nämlich nur sagen, dass man ein Zimmer sucht und dann fahren sie einen durch die Gegend, wobei die erste fahrt grundsätzlich in das Hotel geht, von dem sie eine Kommission erwarten können. So auch in diesem Fall. Meistens ist so ein Hotel, dann um einiges zu teuer und im schlechtesten falle auch noch dreckig und abgeranzt, weshalb ich Julia und Lena erstmal nicht viel Hoffnung gemacht habe, dass das erste Hotel unseren Vorstellungen entspricht. Wobei ich dabei wohl noch Peters, Stevens und meine Vorstellungen im Kopf hatte. Es kam nämlich anders als erwartet. Das Hotel entsprach einer gehobenen mittelklasse, soll heißen, es war sauber, das Zimmer groß, hatte ne Klimaanlage, einen Fernseher und heißes Wasser. Und das ganze für einen recht hohen aber fairen Preis. Wäre ich mit Peter und Steven unterwegs gewesen, hätten wir sicher dankend abgelehnt und wären weiter auf die Suche gegangen – für uns muss es nicht so schick sein – aber da meine Schwester und meine Cousine doch etwas gehobenere Ansprüche haben, als wir, blieben wir für zwei Nächte dort. Den ersten Abend haben wir mit einem spontanen besuch des heiligen Bodhi Baums, dem kennenlernen der gar nicht mal so schönen Stadt und der suche nach etwas zu essen verbracht, bevor wir zurück ins Hotel sind um den anstrengenden Tag mit einem Plastikbecher voll im Supermarkt gekaufter Cola, Eis und aus dem Duty Free importiertem "Mundwasser" herunter zu spülen. Für den nächsten Morgen hatten wir ein Tuktuk bestellt, das uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gegend gefahren hat. Es gibt ne ganze menge alten Stein zu bewundern, rund um Anuradhapura, aber ein Besuch lohnt sich.
Von Anuradhapura ging die Reise am nächsten morgen per Bus weiter nach Polonnaruwa, wo es ebenfalls einiges an Ruinen und Tempeln zu bewundern gibt. Da wir schon gegen Mittag in Polonnaruwa ankamen beschlossen wir erst die Sehenswürdigkeiten per Tuktuk zu bereisen und uns dann zu überlegen, ob wir ein Hotel suchen oder weiter fahren nach Sigiriya, unserem nächsten Stopp auf der Liste. Da ein Besuch der Ruinen und der wichtigsten Dinge in gut 4 Stunden abgehandelt werden kann, ging die Reise am Nachmittag per Bus weiter nach Sigiriya. Dort hieß es erstmal wieder eine Unterkunft zu finden, was gar nicht so einfach war, da die meisten Guest Houses bereits voll waren, oder unglaublich teuer. Am Ende hatten wir aber mal wieder Glück und sind in einem ganz netten Hotel untergekommen. Da die Suche allerdings sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat als geplant, beschlossen wir die Felsenfestung erst am nächsten Morgen zu besuchen. Sigiriya ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie gut die Fresken auch heute noch erhalten sind und sich zu überlegen wie es die Menschen früher eigentlich geschafft haben dort hoch zu kommen. Von Sigiriya ging es weiter nach Dambulla, wo es fünf "Höhlen" mit Buddha Statuen zu sehen gibt. Im Grund muss es jeder selbst für sich entscheiden, aber ich bzw. wir fanden es nicht besonders sehenswert. Dieses war dann auch schon der letzte Stopp des ersten Teils unserer Kulturwoche und wir machten uns im Bus auf den recht langen Weg zurück nach Colombo.
Fotoalbum: Julia und Lena
Na ja, wir sind dann gegen 3 Uhr in Anuradhapura angekommen und nun hieß es Zimmer suchen. Da ich ja schon etwas Erfahrung damit hab, habe ich auch erstmal alle die uns schon ein Zimmer andrehen wollten, noch bevor wir richtig aus dem Zug ausgestiegen waren, links liegen lassen und wir sind zum nächst besten Tuktuk Stand. Denen muss man nämlich nur sagen, dass man ein Zimmer sucht und dann fahren sie einen durch die Gegend, wobei die erste fahrt grundsätzlich in das Hotel geht, von dem sie eine Kommission erwarten können. So auch in diesem Fall. Meistens ist so ein Hotel, dann um einiges zu teuer und im schlechtesten falle auch noch dreckig und abgeranzt, weshalb ich Julia und Lena erstmal nicht viel Hoffnung gemacht habe, dass das erste Hotel unseren Vorstellungen entspricht. Wobei ich dabei wohl noch Peters, Stevens und meine Vorstellungen im Kopf hatte. Es kam nämlich anders als erwartet. Das Hotel entsprach einer gehobenen mittelklasse, soll heißen, es war sauber, das Zimmer groß, hatte ne Klimaanlage, einen Fernseher und heißes Wasser. Und das ganze für einen recht hohen aber fairen Preis. Wäre ich mit Peter und Steven unterwegs gewesen, hätten wir sicher dankend abgelehnt und wären weiter auf die Suche gegangen – für uns muss es nicht so schick sein – aber da meine Schwester und meine Cousine doch etwas gehobenere Ansprüche haben, als wir, blieben wir für zwei Nächte dort. Den ersten Abend haben wir mit einem spontanen besuch des heiligen Bodhi Baums, dem kennenlernen der gar nicht mal so schönen Stadt und der suche nach etwas zu essen verbracht, bevor wir zurück ins Hotel sind um den anstrengenden Tag mit einem Plastikbecher voll im Supermarkt gekaufter Cola, Eis und aus dem Duty Free importiertem "Mundwasser" herunter zu spülen. Für den nächsten Morgen hatten wir ein Tuktuk bestellt, das uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gegend gefahren hat. Es gibt ne ganze menge alten Stein zu bewundern, rund um Anuradhapura, aber ein Besuch lohnt sich.
Von Anuradhapura ging die Reise am nächsten morgen per Bus weiter nach Polonnaruwa, wo es ebenfalls einiges an Ruinen und Tempeln zu bewundern gibt. Da wir schon gegen Mittag in Polonnaruwa ankamen beschlossen wir erst die Sehenswürdigkeiten per Tuktuk zu bereisen und uns dann zu überlegen, ob wir ein Hotel suchen oder weiter fahren nach Sigiriya, unserem nächsten Stopp auf der Liste. Da ein Besuch der Ruinen und der wichtigsten Dinge in gut 4 Stunden abgehandelt werden kann, ging die Reise am Nachmittag per Bus weiter nach Sigiriya. Dort hieß es erstmal wieder eine Unterkunft zu finden, was gar nicht so einfach war, da die meisten Guest Houses bereits voll waren, oder unglaublich teuer. Am Ende hatten wir aber mal wieder Glück und sind in einem ganz netten Hotel untergekommen. Da die Suche allerdings sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat als geplant, beschlossen wir die Felsenfestung erst am nächsten Morgen zu besuchen. Sigiriya ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie gut die Fresken auch heute noch erhalten sind und sich zu überlegen wie es die Menschen früher eigentlich geschafft haben dort hoch zu kommen. Von Sigiriya ging es weiter nach Dambulla, wo es fünf "Höhlen" mit Buddha Statuen zu sehen gibt. Im Grund muss es jeder selbst für sich entscheiden, aber ich bzw. wir fanden es nicht besonders sehenswert. Dieses war dann auch schon der letzte Stopp des ersten Teils unserer Kulturwoche und wir machten uns im Bus auf den recht langen Weg zurück nach Colombo.
Fotoalbum: Julia und Lena
Freitag, 11. März 2011
Still Alive
Hi.
Nur ein ganz kurzes Update um euch wissen zu lassen, dass ich noch am Leben bin, es mir gut geht und ich sobald ich mal eine Minute Zeit habe einen neuen, längeren Eintrag schreiben werde. Es tut mir leid, dass ich so lange nichts von mir habe hören lassen, aber im Moment bin ich ziemlich im Uni-Stress (mehr als vorher) und komme daher nicht zum Schreiben, obwohl es viel zu berichten gäbe. Hoffentlich bis bald.
Viele Grüße aus Sri Lanka
Montag, 21. Februar 2011
Off Topic: About Theater and Theories
Prologue:
This blog post is going to be a little different from all my previous posts, even the other Off Topics, because I am writing it as an assignment for one of my classes and I will get a mark for it. Yes, I am blogging for one of my university classes – for “Stage & Performance” to be precise. So you will get a real insight in my life as a student in Sri Lanka. Pretty cool, isn’t it?
As you might have guessed from the title of the course, it has something to do with theater; actually it is all about theater and theories concerning theater and models to get something on stage. “Stage & Performance” is mainly a theoretical class, where we discuss Aristotle’s ideas of theater, Augusto Boal’s concepts of performance and audiences, Peter Brook’s different types of theater and so on and so forth. But to get a more practical approach as well, we watched three different plays staged in three different locations here in Colombo.
The task at hand is to draw a connection between the live performances and the discussed theories. Therefore we are asked to write a “think piece”, a “blog post kind of thing”, about one of the plays, in connection with the theory we discussed so far.
We were never actually supposed publish this blog post online, but as I can call this little place in the World Wide Web my own, I thought why not. After all, I’m a blogger and I am supposed to write a blog, why not actually post it. Sure, it is a little off topic and we are asked to write to an informed audience, which means I have to assume that everybody who reads this knows a fair amount about theater theories, which is probably not the case, but I like the idea of sharing this with a greater audience then just my lecturer, and who knows, you might get something out of it as well.
I have to assume that you are all well informed, but I do not have to assume, that you actually saw the play that I am going to talk about. So let me start with…
A Summary of the Play:
“Love Letters” written by A. R. Gurney is one of those plays that do not need a fancy stage with massive scenery, a huge amount of props, sophisticated lighting arrangements, elaborated sound tuning and in fact it does not even need many actors. Two actors, a woman and a man, is exactly the right amount you need to tell the story of Andrew Ladd and Melissa Gardner.
It all starts in their second year in school, when Andy writes a short letter to except an invitation to Melissa’s birthday party. Melissa replies after the party with a letter herself, saying thank you for the present she got from Andy. These two brief written interactions are the beginning of a lifelong correspondence between Andrew and Melissa. From then on they send it each other short notes in class and “get-well-soon” messages when they are sick or break a leg; they send each other postcards from their holidays, Valentine cards and Season’s Greetings; they send each other random letters just to see how the opposite is doing in life; they send each other letters just to keep in touch, even after their lives start to take different turns soon after grade school. Andy, who even as a child seemed to be a more conservative, more focused type of person, pursues a career in law and later politics, eventually becoming a U.S. senator. Melissa on the other hand is more of a free spirit with the soul of an artist. After she is done with school, she moves to Italy to study arts and tries to establish herself as an artist. Although she has a few exhibitions now and then and at one point she actually seems to have success with her work, she never really has a break through that lasts, but more than one break down that takes her to rehab. Melissa always seems to struggle with life and she never really finds her place in it. Yes, she gets married and has two children, but the marriage does not last and because of her bohemian lifestyle, with a fondness of alcohol and men, she eventually loses custody of her two girls. The only actual constant in her life are the letters from Andy and the ones she sends to him. But the same holds true for Andy. Driven as much by his own as his fathers expectations, he follows a very predictable way in life: school, college, military service, work and finally politics. He gets married, has three children, a dog and a house in the suburbs. If we forget about a brief episode during his military service in Japan, where he falls in love with a woman and despite the disapproval of his family gets married to her, his life seems to be a little too good, too straightforward. The friendship with Melissa and the letters seem to be his way out of this predictability, a way to express his true self. This ultimately peaks in a love affair of the two, but when it comes to the decision of giving up his “good” life for Melissa, or giving up the liaison with Melissa he chooses the later. It is only in his final letter to Melissa’s mother, after Melissa’s death, that he admits his feelings for her, and that he realizes the importance of her in his life.
“Is this theater?”
All this is presented to us by two actors sitting next to each other on stage and reading out the letters. We follow Melissa and Andrew through their lives only by hearing about it, but we never actually see one of the scenes they describe played out. Sure, we can imagine what they tell us and we can see it happening in front of our inner eye, but on stage is really not much going on. Which provokes the question: “Is this really theater?” The fairly simple answer is: “It depends on who you ask.” Augusto Boal, with his idea of a “Theater of the Oppressed”, would probably take this performance more as an on stage reading session, but not as theater that provokes the audiences, that engages them, arouses them, leads them to a revolution of the circumstances, or at the very least points out what is going wrong in society. And it is true, even though we learn that Melissa was practically raised by nurses and not her parents, that we have the topic of a U.S. senator cheating on his wife, that we get to know Melissa’s struggle of finding her place in life, it is all rather uncritical presented and not reflected.
However, if we consider the ideas of Peter Brook and his different categories of theater, we can see that such a restricted performance can be seen as a certain type of theater, or rather a mixture of types. Brook identifies (besides others) the “Rough Theater”, which is characterized not only by rawness of the production but also by the crudeness of the actors and the “Holly Theater” which enables the visibility of the invisible. When Brook talks about a “Rough theater”, he by no means talks about an unprofessional or unrehearsed or even a bad theater, but rather a realistic type of theater, one the audience can relate to and the actors can identify themselves with the characters. A theater that does not try to be larger than life, but rather tries to be lifelike and still provoking by showing the audiences outcomes of situations they most likely are familiar with, because they might have experienced them at one point in their life on their own. This is clearly the case in “Love Letters”. We laugh when Andy and Melissa exchange notes in class and get punished for doing so, not out of schadenfreude, but because we might think back to our own time in school and the day when we got busted for passing on a note. At least I do. And when Melissa comments on one of Andy’s Christmas card, where he gloats about his perfect wife, and his perfect children and his perfect life, with a sarcastic remark that she never wants to read something like that ever again, we can relate to it because it’s something we would have done too, at least I would have. But “Love Letters” does more. It reads out the written words of two people and just by doing so, the words come to life and we fill them with images and scenes, and we fly through 50 years in about two hours. “Marry Christmas from Andy Ladd” and another year passed by. A short “interlude” of an Elvis Presley song or something from the Beach Boys and we know we have moved on a decade. Brooks describes the “Holy Theater” as the idea of showing something that cannot really be seen, and this holds true for “Love Letters”. We can not actually see Andy and Melissa grow up and live their lives, but through the medium of letters, through the setting of the stage, through the focus on only two characters and with the help of music that captures the time and the mood of the scenes, we can imagine it. At least I can and I liked it.
And is this not actually what really matters, no matter what the theorists say or think. Isn’t it the audiences that make a play a success and aren’t they the ones who give the real feedback, during and after the play? Each and every one of them decides on his or her own, only really influenced by their previous experiences in life, if they liked it, or not.
As I was one of them, I decided for myself, that I did. I liked the plot, I liked the characters and I liked the actors. What else can one expect?
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